Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback

http://myblog.de/h4lebron

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Mensch gegen Maschine

Um eine Sache klarzustellen: Wer die Spurs langweilig findet, sollte sich eine andere Sportart suchen. Was die Spurs als Franchise geleistet hat, ist schier unglaublich. Wie sie immer wieder gut draften, Spieler entwickeln und in ihr System einpassen - ganz zu schweigen davon, dass bald die Hälfte der Coaches und Front Offices mal bei den Spurs aktiv war -, sollte ihnen den Respekt eines jeden Basketballers einbringen.

Zurück zum eigentlichen Thema: die Serie der Spurs gegen OKC, die heute Nacht von den Thunder ausgeglichen wurde. Die Spielphilosophie beider Teams könnte nicht unterschiedlicher sein: auf der einen Seite der systemorientierte Teambasketball der Spurs, auf der anderen das System der Thunder, welches vor allem auf die überragenden Fähigkeiten Durants und Westbrooks vertraut.

Die Offense der Spurs ist im Idealfall eine gut geölte Maschine, die Ausstiege und freie Würfe am Fließband liefert. Wie ein gigantischer Quantencomputer scannen die Spurs die Defense und entscheiden, ob ein Ausstieg genommen wird oder das System weitergespielt wird. Attackiere ich nach dem Handoff den Korb, da die Defense dort eine Lücke aufweist? Oder swinge ich den Ball, damit sich dort nach dem nächsten Handoff oder Pick&Roll ein freier Wurf ergibt? Kaum ein Team ist in der Lage, diese Automatismen zu stören, die Maschine namens Spurs ist so gut wie unaufhaltsam. Versucht ein Team durch taktische Kniffe, Sand ins Getriebe zu bringen - wie beispielsweise die Mavs in Runde 1 - kommt der Chefmechaniker Pop und löst das Problem.

Wie können die Spurs also bezwungen werden? Was kann der Mensch dieser gnadenlosen Effizienz entgegensetzen?

Die Thunder haben es heute Nacht gezeigt: Dem Menschen ist eine Eigenschaft eigen, die eine Maschine nicht hat. Leidenschaft. Die Fähigkeit, über sich selbst hinauszuwachsen. In den wichtigsten Spielen mehr als 100% zu bringen. Einen Schritt schneller zu sein, als es eigentlich möglich sein sollte. Würfe zu nehmen und zu treffen, die eigentlich den direkten Weg auf die Bank bedeuten (ja, ich spreche von dir, Westbrook).

Flow der Spurs zu durchbrechen. Russell Westbrook stand quasi in jedem Passweg, konnte immer wieder den Ball stehlen und somit den Fastbreak initiieren. Die Spurs waren nicht in der Lage, dem Druck zu widerstehen, sie verfielen zunehmend in unzusammenhängende Einzelaktionen. Auch offensiv wusste Westbrook zu überzeugen, zudem zeigte Durant sich nach zuletzt durchwachsenen Partien wieder in Normalform.

Den Spurs scheint jene Leidenschaft abzugehen. Versteht mich nicht falsch, die Art und Weise wie die Spurs Basketball zelebrieren, spricht für eine ausgeprägte Passion für das Game. Ihr Spiel lebt jedoch nicht von Emotion, sondern von Kalkül. Sie vertrauen auf ihre Spielintelligenz und ihre Abgeklärtheit, darauf, dass sie im Laufe einer Partie weniger Fehler machen und bessere Entscheidungen treffen.

Sie haben kaum jemanden, der wie Westbrook oder Durant jederzeit in der Lage ist, durch seine Athletik ein Ausrufezeichen zu setzen, welches die ganze Mannschaft mitreißt. Sie vertrauen auf ihre solide Defense ohne auf schlechte Pässe und damit Steals zu spekulieren. Sie haben nicht diesen einen Spieler, der eine Partie komplett übernimmt und eine Isolation nach der anderen erfolgreich abschließt, um das Spiel im Alleingang zu gewinnen. Die Spurs sind extrem abhängig von ihrer Ballbewegung und ihrem offensiven Flow.

Wenn der Gegner das ganze Spiel lang die ersten Pässe zumacht und somit den Einstieg in die Offense erschwert, bekommen die Spurs Probleme. Natürlich hat kaum ein Team die nötige Energie, dies über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Die Thunder waren vor euphorischem Heimpubklikum inkusive Ibaka-Rückkehr dazu zwei Spiele lang in der Lage.

Die einzige Möglichkeit auf die Finals besteht für OKC darin, diese Energie noch zweimal zu bringen - mindestens einmal vor gegnerischen Fans. Ich glaube nicht, dass die Thunder dies noch zwei Spiele lang leisten können. aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

28.5.14 18:43


Werbung


Heat vs Pacers

Die Eastern Conference Finals stehen vor der Tür. Die Teilnehmer? Die beiden Teams, die den Großteil der Saison als die Favoriten auf die Krone im Osten ausgemacht wurden: Trotz zwischenzeitlicher Probleme treten die Pacers gegen die Heat an.

Die Pacers scheinen während des harten Kampfes, der nötig war um in die Conference Finals einzuziehen, zumindest defensiv ihre Identität wiedergefunden zu haben. Offensiv sieht das Ganze nicht immer so gut aus, die Offense ist noch zu oft auf Glanzleistungen individueller Spieler angewiesen - allen voran Paul George.

Die Heat hingegen wurden in diesen Playoffs noch nicht vor allzu große Probleme gestellt. Die Serie gegen die Nets hat gezeigt, dass die Heat da sind, wenn es drauf ankommt und dass sie einen Spieler in ihren Reihen wissen, der sich im Zweifelsfall von nichts und niemandem aufhalten lässt.

Vieles hängt in dieser Serie vom Mentalen ab: Hat Indiana die internen Probleme überwunden? Ist man bereit, in der Offense als Einheit aufzutreten und auch die kleine Dinge zu tun, wie beispielsweise das nötige Spacing bereitzustellen, indem man hinter der Dreierlinie jederzeit bereit ist, ein Play zu machen? Auf der anderen Seite die Heat: Werden sie von Anfang an mit der nötigen Intensität spielen und den Ton angeben oder werden sie sich phasenweise treiben lassen und den Pacers die Initiative überlassen?

An sich ist die Defense der Pacers bestens geeignet, die Heat ihrer Stärken zu berauben. Sowohl Wade als auch James sind am besten wenn sie die Zone attackieren und ihre Punkte inside erzielen. Das ist gegen die Pacers, sprich Roy Hibbert, jedoch alles andere als einfach.

Auf der anderen Seite hat das Front Office in Miami einen großartigen Job dabei gemacht, das Duo mit den richtigen Spielern zu umgeben. Allen voran Chris Bosh, der in dieser Saison eine ernstzunehmende Gefahr von der Dreierlinie darstellt. Somit kann bestraft werden, wenn Hibbert ein ums andere Mal die Zone zumacht.

Es wird für Miami wichtig sein, sich nicht von Hibberts Präsenz einschüchtern zu lassen und trotzdem die Zone zu attackieren. Selbst wenn man daraus nicht direkt scort, werden so freie Würfe für die an der Dreierlinie lauernden Schützen kreiert.

Offensiv sind die Pacers wie schon gesagt nicht auf der Höhe. Allerdings schafften sie es bisher immer, in den Spielen gegen Miami auch offensiv die Höchstleistung zu bringen - unabhängig davon, wie widrig die Umstände waren. Man darf also gespannt sein, ob Hibbert und West ihre Missmatches inside ausnutzen können oder ob die Teamdefense der Heat diese Optionen einigermaßen ungestraft wegnehmen kann. Interessant ist auch die Frage, ob Miami konsequent ihre Trap Defense spielt oder ob sie sich dies für besonders wichtige Spielabschnitte aufheben.

Vorhersage: HEAT in 6.

Offensiv verfügt Miami über genügend Feuerkraft - auch auf den großen Positionen. So kann die Defense auseinandergezogen werden, Indiana muss sich entscheiden, ob sie Dreier abgeben oder die Zone etwas vernachlässigen - gegen LeBron und Wade keine gute Idee. Defensiv sollten die Heat auch genug im Tank haben, um eine sowieso strugglende Indiana-Offense aufzuhalten.

Schließlich hat man mit Udonis Haslem auch noch den ultimativen Hibbert-Stopper auf der Bank sitzen. Somit sehe ich die Heat erneut in den Finals, zum vierten Mal in Folge.

28.2.05 17:13


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung