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Heat vs Pacers

Die Eastern Conference Finals stehen vor der Tür. Die Teilnehmer? Die beiden Teams, die den Großteil der Saison als die Favoriten auf die Krone im Osten ausgemacht wurden: Trotz zwischenzeitlicher Probleme treten die Pacers gegen die Heat an.

Die Pacers scheinen während des harten Kampfes, der nötig war um in die Conference Finals einzuziehen, zumindest defensiv ihre Identität wiedergefunden zu haben. Offensiv sieht das Ganze nicht immer so gut aus, die Offense ist noch zu oft auf Glanzleistungen individueller Spieler angewiesen - allen voran Paul George.

Die Heat hingegen wurden in diesen Playoffs noch nicht vor allzu große Probleme gestellt. Die Serie gegen die Nets hat gezeigt, dass die Heat da sind, wenn es drauf ankommt und dass sie einen Spieler in ihren Reihen wissen, der sich im Zweifelsfall von nichts und niemandem aufhalten lässt.

Vieles hängt in dieser Serie vom Mentalen ab: Hat Indiana die internen Probleme überwunden? Ist man bereit, in der Offense als Einheit aufzutreten und auch die kleine Dinge zu tun, wie beispielsweise das nötige Spacing bereitzustellen, indem man hinter der Dreierlinie jederzeit bereit ist, ein Play zu machen? Auf der anderen Seite die Heat: Werden sie von Anfang an mit der nötigen Intensität spielen und den Ton angeben oder werden sie sich phasenweise treiben lassen und den Pacers die Initiative überlassen?

An sich ist die Defense der Pacers bestens geeignet, die Heat ihrer Stärken zu berauben. Sowohl Wade als auch James sind am besten wenn sie die Zone attackieren und ihre Punkte inside erzielen. Das ist gegen die Pacers, sprich Roy Hibbert, jedoch alles andere als einfach.

Auf der anderen Seite hat das Front Office in Miami einen großartigen Job dabei gemacht, das Duo mit den richtigen Spielern zu umgeben. Allen voran Chris Bosh, der in dieser Saison eine ernstzunehmende Gefahr von der Dreierlinie darstellt. Somit kann bestraft werden, wenn Hibbert ein ums andere Mal die Zone zumacht.

Es wird für Miami wichtig sein, sich nicht von Hibberts Präsenz einschüchtern zu lassen und trotzdem die Zone zu attackieren. Selbst wenn man daraus nicht direkt scort, werden so freie Würfe für die an der Dreierlinie lauernden Schützen kreiert.

Offensiv sind die Pacers wie schon gesagt nicht auf der Höhe. Allerdings schafften sie es bisher immer, in den Spielen gegen Miami auch offensiv die Höchstleistung zu bringen - unabhängig davon, wie widrig die Umstände waren. Man darf also gespannt sein, ob Hibbert und West ihre Missmatches inside ausnutzen können oder ob die Teamdefense der Heat diese Optionen einigermaßen ungestraft wegnehmen kann. Interessant ist auch die Frage, ob Miami konsequent ihre Trap Defense spielt oder ob sie sich dies für besonders wichtige Spielabschnitte aufheben.

Vorhersage: HEAT in 6.

Offensiv verfügt Miami über genügend Feuerkraft - auch auf den großen Positionen. So kann die Defense auseinandergezogen werden, Indiana muss sich entscheiden, ob sie Dreier abgeben oder die Zone etwas vernachlässigen - gegen LeBron und Wade keine gute Idee. Defensiv sollten die Heat auch genug im Tank haben, um eine sowieso strugglende Indiana-Offense aufzuhalten.

Schließlich hat man mit Udonis Haslem auch noch den ultimativen Hibbert-Stopper auf der Bank sitzen. Somit sehe ich die Heat erneut in den Finals, zum vierten Mal in Folge.

28.2.05 17:13
 
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